GESCHICHTE

1886:
Am 24. Juli wird nach dem Vorbild an den Universitäten die Geisenheimer Verbindung "Rhenania" gegründet. Ihre Farben sind grün-schwarz-gold, ihre Devise "In labore honor". Die Lehranstalt verbietet die junge Verbindung, die Veranstaltungen finden geheim statt.

1891:
Trotz Verbot kommen immer neue Füxe zur Rhenania und durch das Lebensbundprinzip wächst die Zahl der Alten Herren. Am 15. November wird der Verband Rhenania als Alt-Herren-Vereinigung gegründet. Die "Nachrichten des Verbandes Rhenania" erreichen die Alten Herren in ganz Deutschland.

1892:
Nach dem Stiftungsfest wird die Rhenania von der Lehranstalt aufgelöst.
Von den Schülern und Eleven wird das Ehrenwort verlangt, die Verbindung nicht wieder zu gründen. Die Mitglieder des Verbandes Rhenania versuchen eine Vereinigung aus alten Rhenanen und anderen zu gründen.

1893:
Der Antrag wird von der Anstalt am 21. Dezember abgelehnt.

1894:
Generalversammlung des Verbandes Rhenania am 13.06. in der Germania in Geisenheim. Die Auflösung wird beschlossen, gleichzeitig die Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer (V.E.G.) gegründet, deren erste Mitglieder die einstigen Rhenanen sind. Die 1889 gegründete Verbindung Alemannia, später Hasso Germania, löst sich auf.

1897:
Der Stammtisch "Fidelitas" wird gegründet. Der unauffällige Name ist Schutz vor dem Verbindungsverbot. Als Farben werden rot-gold-grün gewählt, die Devise ist "Pectus amico, hosti frontem". es wird streng auf Geheimhaltung gegenüber der Anstalt geachtet.

1900:
"Pomologenverbindung (P.V.) Fidelitas" ist der neue Name des Stammtisches Fidelitas.

1906:
Die Vertretung des auf Auslandsreise befindlichen Direktors der Anstalt erfährt von der Existenz der Rhenania und löst diese sofort auf. Doch nach der Rückkehr des Direktors lässt dieser seine Duldung des Bundes erkennen. Am 5. August wird der neue Name der Verbindung, "P.V. Rhenania" festgelegt. Farben und Devise bleiben unverändert. Einige Mitglieder der alten Rhenania treten begeistert ein. Die 1902 gegründete Verbindung P.V. Concordia und das Corps Leonia übersenden Glückwünsche.

1907:
Die Gründung eines selbstständigen "Alt-Herren-Verbandes der Rhenania-Geisenheim" wird beschlossen.

1908:
Das "Geisenheimer Cartell", bestehend aus den drei Geisenheimer Verbindungen, wird gegründet. Besonders das Keilverhalten soll geklärt werden. Das Pomologen-Cartell zwischen Concordia und Leonia wird aufgelöst.

1911:
Grobe Satzungsverstöße führen zu Auflösung des Cartells. Das Corps Leonia legt in der Hoffnung der Anerkennung durch die Anstalt seine Farben ab. Diese bleibt aus und das Corps zerfällt bald darauf. 25.Stiftungsfest; 120 Alte Herren, Aktive und Gäste nehmen teil.

1913:
Eine Unterstützungskasse für in Not geratene Bundesbrüder wird gebildet.

1914:
Ausbruch des ersten Weltkrieges, Schwächung des Aktivbetreibens.

1915:
Das Erscheinen des Mitteilungsblattes der Rhenania, des "Herold", bleibt aus. Im Wintersemester 1915/16 stellt die Anstalt den Lehrbetrieb ein; die Rhenanen verlieren sich aus den Augen.

1917:
Der Versuch, die Rhenania vom Felde aus wieder zusammen zu führen, gelingt. Die Adressen der noch lebenden Rhenanen werden gesammelt.

1918:
Bei Kriegsende steht fest, dass 24 alte Herren und 20 Aktive gefallen sind.

1919:
Die Lehranstalt nimmt den Betrieb wieder auf. Unter den Studienanfängern, fast alles Kriegsteilnehmer, muss eine neue Fuxia gekeilt werden. Dies gelingt, das Fortbestehen ist gesichert. Trotz der Besetzung des Rheinlandes kann nun der Herold wieder erscheinen.

1921:
Zum 35.Stiftungsfest folgen viele Dozenten und der Direktor der Einladung.
Ihre Einstellung zu den Verbindungen hat sich endgültig geändert.

1922:
Zu Ehren des 50jährigen Bestehens der Lehranstalt wird den Veranstaltungen ein Rhenanentag angefügt. Die Ehrentafel mit den im Krieg gefallenen Bundesbrüdern und Alten Herren wird enthüllt.

1923:
Nach der Inflation, welche die Herausgabe des Herolds verhinderte, kehren nun wieder normale Verhältnisse ein. Die Lehranstalt wird zur "Höheren Lehr- und Forschungsanstalt" erhoben. Die Rhenanen tragen ihre Farben auch in der Öffentlichkeit.

1924:
Es bestehen mittlerweile sechs AH-Stammtische.

1926:
Die geschnitzten Chargenstühle gehen als Spende der Aktivitas zu.
Das bundesbrüderliche "DU" wird eingeführt.

1927:
Die Aktivitas hat die stattliche Zahl 49 erreicht.

1928:
Am 25. Oktober wird der "Verein Rhenanenhaus" gegründet. Ziel ist es, genügend Geld zum Kauf eines Hauses zu beschaffen.

1929:
Ein Haus in der Kapellenstraße in Geisenheim wird gekauft. Ein Umbau ist allerdings nötig.

1930:
In Verbindung mit dem 44. Stiftungsfest findet die feierliche Einweihung des Hauses statt.

1932:
Die Wirtschaftskrise wirkt sich auch auf Geisenheim aus. Die Zahl der Studienanfänger nimmt stark ab.

1933:
Am 30. Januar übernimmt die NSDAP die Reichsregierung, der Natinalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) beginnt auch in Geisenheim sein Wirken.

1934:
In der Keilzeit wird Couleurverbot verhängt und das Einziehen der rot-gold-grünen Fahne gefordert. Der damalige Senior lehnt dies ab, es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei der der Rhenania Recht zugesprochen wird.
Der Herold unterliegt der Zensur. Die Aktivitas erhält die Möglichkeit zum Erlernen des sportlichen Schlägerfechtens bei der Markomannia zu Bingen.

1935:
Der NSDStB gewinnt an Macht, die G.V. Rheno Concordia legt ihre Farben nieder. Unsere Aktivitas folgt am 10. November 1935.

1936:
Am 1. Februar wird aus den beiden AH-Verbänden und der V.E.G. die Altkammeradschaft des NSDStB mit dem Namen "Bund Ehemaliger Geisenheimer" gegründet.

Das Rhenanenhaus muss verkauft werden. Das bisher stolzeste Kapitel der Rhenania ist damit abgeschlossen.

1945:
Ende des Zweiten Weltkrieges. Viele Bundesbrüder und Alte Herren sind gefallen.

1946:
Der Lehrbetrieb in Geisenheim wird wieder aufgenommen. Eine kleine Hörerzahl findet sich in den durch Bomben beschädigten Hörsälen ein.

1948:
Mit der Währungsreform verbessern sich die bis dahin katastrophalen Verhältnisse. Die Studenten beginnen langsam und zögernd, sich mit Korporationsfragen zu beschäftigen.

1952:
Am 31. Januar beschließen 32 Studierende die Wiedergründung der G.V. Rhenania. Die 22 Füxe werden auf dem "Rhenanenfelsen" in Trechtingshausen vereidigt. Gleichzeitig wird der 1900 erstmalig angebrachte Zirkel feierlich erneuert. Der Alt-Herren-Verband (AHV) wird wiedergegründet.

1953:
Im Hotel Germania wird ein Kneipzimmer eingerichtet, in welchem das Stiftungsfest stattfindet.

1954:
Erste Kontaktaufnahme zum "Bund Deutscher Ingenieurs-Corporationen" (BDIC).

1959:
Zum Stiftungsfest sind elf Verbindungen zu Gast, davon chargieren sechs in Vollwichs.

1960:
Erster Spendenaufruf zum Kauf eines neuen Hauses. Der AHV zählt 320 Mitglieder, davon war ein Drittel vor 1935 aktiv.

1961:
Große Feierlichkeiten zum 75. Stiftungsfest.

1962:
Gründung des "Verein Rhenanenhaus". Zahlreiche Stammtische werden bis 1975 im In- und Ausland gegründet.

1969:
Zum Stiftungsfest am 9. Juni wird am neuen Rhenanenhaus die rot-gold-grüne Fahne gehisst.

1975:
Erster Besuch des Thomastages bei der Burschenschaft Cimbria in Nürnberg. Renovierung am Rhenanenhaus.

1976:
Erste "Weinfahrt" der Burschenschaft Cimbria nach Geisenheim.
Zum 90. Stiftungsfest wird der Rhenania das "Goldene Lindenblatt" der Stadt Geisenheim verliehen.

1984:
Weitere Renovierungsarbeiten am Rhenanenhaus.

1986:
100jähriges Stiftungsfest der G.V. Rhenania. Großer Festkommers und Feierlichkeiten.

1989:
"20 Jahre Rhenanenhaus" große Jubiläumsveranstaltung.
Verbrüderungskneipe mit der Studentenverbindung Agronomia Cassel Wolfsanger zu Witzenhausen am 1. Dezember.

Anfang 1990:

Es werden aufwändige Renovierungsarbeiten an Haus und Keller vorgenommen. Unter anderem werden Treppenhaus, Einfahrt, Kellertoiletten sowie das Dach des Hauses aufwändig erneuert.

Wintersemester 91/92:

Der Alt-Herren-Verband wird zum eingetragenen Verein und heißt jetzt AHV e.V. Der Verein Rhenanenhaus e.V. wird mit neu überarbeiteter Satzung wieder zum eingetragenen Verein.

1994:

Der Verein Ehemaliger Geisenheimer (VEG) feiert 100jähriges Bestehen.
Im Anschluss an die Feierlichkeiten findet unser Stiftungsfest statt.

1999:

Erneuerung der beiden Sandsteinsäulen am Eingangstor. Die Aktivitas erhält ein Klavier um die Kneipabende musikalisch eindrucksvoll untermalen zu können.

2006:

Anlässlich des 120. Stiftungsfestes wird ein Archiv eingerichtet. Die Eingangstür des Rhenanenhauses wird aufwändig erneuert.

2007:

Gründung eines Fuxenrings, um Erfahrungen und Wissen mit Alten Herren auszutauschen. Die G.V. Rhenania präsentiert sich nun auch im Internet.

2009:

Eindrucksvoller Festkommers zur 20jährigen Verbundenheit mit der Agronomia zu Witzenhausen.

Große Garteninstandsetzung. Das Gartenareal erhält eine schmucke Holzhütte. Renovierung und Einrichtung des Gemeinschaftszimmers (Farbenzimmer) mit neuem Mobiliar. Tausch eines Freundschaftsbandes mit dem TRV Rhenania zu Bingen.

2010:

Im Rhenanenhaus und im Keller werden die elektrisch betriebenen Nachtspeicheröfen durch eine moderne Gasbrennwertheizung ersetzt.

Das Haus erhält ein repräsentatives neues Hausschild sowie eine neue Fahne für den Fahnenmast.

Das „Forum Rhenani“, der Rhenanen-Treffpunkt für ausgiebige Grillfeste erhält eine Sitzauflage aus Holz.

2011:

Große Feierlichkeiten zum 125. Stiftungsfest.

2012
Der alte verrostete Grill am Forum Rhenani wird durch einen Edelstahlgrill ersetzt.

2014
Das Dach des Hauses wird gedämmt.
Der Thekenbereich in der Constante wird komplett erneuert.

2015
Die Brandschutzmaßnahmen im Haus werden verbessert. Mit dem Projekt "Ruine" wird die denkmalschutzgerechte Erhaltung der Ruine begonnen.

2016
Zum 130. Stiftungsfest wird die oberirdische Restaurierung der Ruine vollendet und der neue Fahnenmast wird seiner Bestimmung übergeben.

2018
Zum 132. Stiftungsfest wird der unter der Ruine liegende neu renovierte Gewölbekeller offiziell eingeweiht.

Rheinhessen-Weihnachtsstammtisch am Fr. 21.12.2018ab 18.00 Uhr Glühwein am weihnachtlich... ...weiter

Hochoffizielle Burschungs- und Jahresantrittskneipe am Do. 10.01.2019, 20.00 Uhr hst in... ...weiter

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